Notwendigkeit

Grafik: Schluchseewerk AG

Bundesweit

Das deutsche Stromnetz kann den zunehmenden Anteil erneuerbarer Energiequellen nur dann effizient nutzen, wenn die Beständigkeit des Netzes gewährleistet ist. Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (eine bundesweite Kooperation von 11 renommierten Forschungsinstituten) meint hierzu: „Aufgrund der nur teilweisen Verfügbarkeit von Wind und Sonne als Quelle für die Energie müssen die Speicherkapazitäten geschaffen und neue Verteilerstrukturen in großem Maßstab aufgebaut werden“. Die Nutzung von Pumpspeicherkraftwerken ist dabei mittelfristig die einzige großtechnisch verfügbare Methode zur Speicherung elektrischer Energie, und das mit einem Wirkungsgrad von 80 Prozent.

Regional

Der Anteil der erneuerbaren Energiequellen nimmt auch in der Region weiter zu, und damit auch die Schwankungen im Netz. Denn jede Photovoltaik-Anlage produziert bei Sonnenlicht Strom – ob dieser benötigt wird oder nicht. Um diese Unterschiede auch in Zukunft zuverlässig ausgleichen zu können und die Netzstabilität langfristig zu gewährleisten, plant die SWU den Bau des Pumpspeicherkraftwerkes Blautal. Mit dieser „Speichermöglichkeit“ können die Schwankungen effizient und hochwirksam direkt im Verteilernetz der Region ausgeglichen werden.

Gerade hier in der Region Ulm/Neu-Ulm setzt die SWU seit Jahrzehnten auf regenerative Energien wie Wasser-, Sonnen- und Windkraft. Acht regionale Wasserkraftwerke betreibt die SWU teilweise schon seit 100 Jahren und kann somit eine lange Erfahrung vorweisen. Diese Kraftwerke stärken nicht nur die Unabhängigkeit der Stadtwerke im Wettbewerb, sondern steigern zudem die Wertschöpfung für die Region: durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und Bauvergaben an hiesige Unternehmen. Dies betrifft jedoch nicht nur die Bauphase selbst, denn das PSKW Blautal wird sowohl durch die SWU betrieben als auch durch Mitarbeiter vor Ort überwacht.